von Stulz-Schriever’sche Stiftung

Was für ein klasse Event – Tour de Jugendhilfe im Rückblick

Es war unsere Premiere: Das Kinder- und Jugendheim der von Stulz-Schriever’schen Stiftung nahm in diesem Jahr erstmals an der Tour de Jugendhilfe teil. Mit fünf Jugendlichen und zwei Betreuern gingen wir an den Start und stellten uns einer besonderen sportlichen Herausforderung. Erlaubt waren ausschließlich normale Fahrräder – E-Bikes waren nicht zugelassen. Insgesamt sechs Etappen mussten bewältigt werden, mit jeweils rund 100 Kilometern Strecke und bis zu 1000 Höhenmetern.

Doch damit nicht genug: Gleichzeitig durften wir erster Etappenort der Tour sein. Für rund 150 Kinder, Jugendliche und Betreuer stellten wir Unterkunft, Verpflegung und – besonders begehrt nach langen Tagen im Sattel – heiße Duschen zur Verfügung.

Emotionale Höhepunkte bei den Siegerehrungen

Nach jeder Etappe fand eine Siegerehrung statt, die für viele Teilnehmende zu einem täglichen Highlight wurde. Da die Leistungsunterschiede erfahrungsgemäß groß sind, gibt es bei der Tour zwei Wertungsklassen: „Maglia Rosa“, angelehnt an das rosa Trikot des Giro d’Italia, und „Maillot Jaune“, das gelbe Trikot der Tour de France.
Neben den führenden Teams wurden auch die besten Berg- und Zeitfahrer ausgezeichnet. Die Trikots durften vom jeweils führenden Team während der nächsten Etappe getragen werden und wurden anschließend neu vergeben. So wurde sichergestellt, dass möglichst viele Teams die emotionale Erfahrung einer Siegerehrung machen konnten.

Ein würdiges Finale in Gemeinschaft
Auch das Finale orientierte sich an den Traditionen des Profiradsports. Analog zur Tour de France gilt die (inoffizielle) Regel, dass das führende Team auf der letzten Etappe nicht mehr angegriffen wird. Stattdessen endet die Tour traditionell gemeinsam und in festlicher Atmosphäre – ein Moment des Zusammenhalts und der Anerkennung für alle Beteiligten.
Mehr als eine Radtour
Die Tour de Jugendhilfe ist weit mehr als eine sportliche Veranstaltung. Sie ist eine mehrtägige, intensive Erfahrung, die unterschiedliche Ressourcen fordert und gleichzeitig stärkt. Das Zusammenspiel aus körperlichen und psychischen Anforderungen, intensiven emotionalen Momenten und eindrucksvollen Naturerlebnissen entfaltet eine hohe pädagogische Wirkung auf die Teilnehmenden.

Mut, Ausdauer, Teamgeist und Selbstvertrauen wachsen mit jeder Etappe – und genau das macht die Tour de Jugendhilfe zu einem unvergesslichen Erlebnis für alle Beteiligten.

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